Geduld – Achtsamkeit und Softwareentwicklung (3/8)

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Das ist ein No-Brainer. Neue Skills zu lernen bedarf immer Geduld. Das ist bei Achtsamkeit definitiv so, aber wer zum ersten mal eine neue Programmiersprache, Plattform oder Projektmanagement-Methode verwendet, wird auch eine Weile brauchen, bis alles in Fleisch und Blut übergehen. Da Technologien in der Softwareentwicklung naturgemäß eine kurze Lebensdauer haben, ist es für Softwareentwickler extrem hilfreich, eine positive Einstellung zum Erlernen neuer Skills zu haben. Und da neue Skills Zeit und Energie benötigen, ist es auch sehr hilfreich, die nötige Geduld mitzubringen.

Soweit keine große Neuheit. Es ist aber nicht ganz einfach, sich allzeit bewusst zu machen, dass das Lernen Zeit braucht. Oft sind wir frustriert, wenn die Veränderung nicht so schnell eintritt, wie wir es uns wünschen und nehmen dann an, dass unsere Bemühungen unfruchtbar waren. James Clear erklärt das Phänomen in seinem Buch „Die 1% Methode“ [i]https://jamesclear.com/atomic-habits sehr treffend, wie ich finde: Er ist der Auffassung, dass wir eine lineare Entwicklung neuer Skills erwarten, in der Realität aber eine gewisse Starthürde überwunden werden muss, bevor es richtig losgeht. Zwischen der Erwartung und der realen Entwicklung der Skills gibt es zu Beginn eine Diskrepanz, in der schnell Frust aufkommen kann:

Entwicklung beim Erlernen eines neuen Skills (frei nach einer Zeichnung aus „Die 1% Methode“, James Clear)

Wenn wir über diese Diskrepanz nicht hinauskommen, erreichen wir niemals das, was wir erwarten. Das heißt aber nicht, dass wir die Frustration durchstehen müssen. Macht man sich einmal bewusst, dass das Erlernen Geduld benötigt, verschwindet die Frustration. Einfach so!

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